Die Rhoen Naturschoenheiten im Land der offenen Fernen

HR3, 01.01.2017, 17:15

Als das Land der offenen Fernen wird die Rhoen oft bezeichnet und das ist sie wie kein anderes Mittelgebirge in Deutschland. Das Biosphaerenreservat Rhoen im Dreilaendereck Bayern Hessen und Thueringen beheimatet Schwarzstoerche in urigen Buchenwaeldern Kathedralen von Basaltfelsen Moore und eiszeitliche Blockschutthalden Uhus und Wiesenweihen ebenso Borstgrasrasen und Bergwiesen mit Arnika und Tuerkenbund traditionelle Maehwiesen mit Wachtelkönig und Birkhuhn und nicht zuletzt orchideenreiche Kalkmagerrasen voller Schmetterlinge und Raritaeten wie der Berghexe. Seit Urzeiten ist dieses Gebirge besiedelt. Auf der Milseburg hatten bereits die Kelten ein tausend Einwohner großes Oppidum. Bis ins 10. Jahrhundert gehörte die Rhoen zum Altgau Buchonia dem Buchenland das schon die Roemer kannten. Im Mittelalter zogen bedeutende Handelsstrassen über die Rhoen deren Hochflaechen nun fast voellig waldfrei waren. Damals entstand die Lange Rhoen ein offener etwa dreissig Kilometer langer Hoehenzug mit Burgen und Doerfern das Land der offenen Fernen. In keinem anderen Mittelgebirge hat man so weite Blicke wie in der Rhoen ein uraltes Wiesen und Weideland einzigartig in Mitteleuropa. Auch geologisch ist die Rhoen ungewoehnlich und vielfaeltig. Ihr Zentrum in Hessen und Bayern beherrschen vulkanische Deckgesteine mit Basaltwaenden und Blockschutthalden. Unter einigen von ihnen verbergen sich bis heute eiszeitliche Gletscherlinsen und verstroemen eisige Kaelte. Im Sueden und Osten auf bayerischer und thueringischer Seite dominieren Meeresablagerungen aus Muschelkalk und Keuper. Den Grundsockel stellen Buntsandsteine. Kein anderes Mittelgebirge ist geologisch so bunt wie die Rhoen. Wegen ihrer einzigartigen Geschichte und Vielfalt ist die Rhoen seit 1992 UNESCO Biosphaerenreservat. Natur und Charakter der Rhoen liegen gerade in ihrer Vielfalt: eine einzigartige Reichhaltigkeit von Lebensraeumen und eine weit überdurchschnittliche Menge an Tier und Pflanzenarten. Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die aus wissenschaftlicher Sicht ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensraeumen machen die Rhoen darüber hinaus zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Wolf Luchs und Wildkatze. Der Film folgt Landschaft und Lebensraeumen durch die Jahreszeiten beobachtet seltene und besondere Tiere und Pflanzen und laesst dabei auch den Menschen nicht aussen vor. Die Kamera legt besonderes Augenmerk auf die visuellen Zwischenreiche: die Zeit wenn der Tag erwacht oder sich abends die Nacht ausbreitet Zeiten des Zwielichts und der blauen Stunde. Bisweilen folgt sie den Protagonisten sogar bis in die Nacht hinein. Dadurch besitzt der Film eine ganz besondere AEsthetik und Spannung die durch eine gefuehlvolle den Situationen und Stimmungen folgende Musik verstaerkt wird hergestellt vom Orchester der Kunstuniversitaet Graz. So faengt der Film in besonderem Mass die emotionale Seite der Rhoen ein und folgt ihr im Jahreskreislauf der Natur



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