Das Geheimnis der Digedags

TAGESSCHAU24, 01.01.2017, 03:15

Kult Comic aus der DDR. Dig Dag und Digedag. Die Digedags. Das sind die drei anarchistischen Kobolde die Generationen von DDR Kindern in ihr Herz geschlossen haben. Die legendaere ostdeutsche Comiczeitschrift MOSAIK fesselte die jungen DDR Buerger mit Geschichten aus unerreichbaren Laendern und fernen Zeiten. Heute sind die alten Ausgaben heissbegehrtes Sammlerobjekt. Alle vier Wochen standen die Fans in langen Schlangen vor den Zeitungskiosken der Republik um sich die neue Ausgabe des MOSAIK zu sichern. Die Auflage von 600.000 Heften hielt der Nachfrage nicht stand: Beispiellos für DDR Verhaeltnisse: bunt schillernd unangepasst und scheinbar komplett unabhaengig von sozialistischer Erziehungsdoktrin ist die freche Erfolgsgeschichte dieses Comics eine verblueffende und auch geheimnisvolle Story. Ab Mitte der fuenfziger Jahre erscheint das von Millionen gelesene Comic 20 Jahre lang. Bis zum mysterioesen Verschwinden der Digedags. Spaetestens da wird ein Mythos geboren. Es heisst Hannes Hegen der Schoepfer des MOSAIK sei gestorben. Oder im Westen Jeder im Osten kannte das MOSAIK aber kaum jemand weiss etwas über die Macher. Legenden ranken sich bis heute um Hannes Hegen. Trotz seiner Prominenz ist kaum etwas über den zurueckgezogenen Kuenstler und Walt Disney des Ostens bekannt. Wer war dieser Hannes Hegen der nach dem Ende der Digedags über Jahrzehnte niemanden an sich heran liess Erst kurz vor seinem Tod im Jahr 2014 stimmt Hegen diesem Film zu hinterlaesst uns sein nie gesehenes Filmmaterial und die bewegende Geschichte hinter dem MOSAIK. Der Film zeigt die fruehesten Archivbilder der Bild Manufaktur der MOSAIK Hefte gibt Einblick in die legendaere Familiengeschichte der Zeichner und Texter die hinter Hannes Hegen standen. Bis zum Ende der Digedags. Er erzählt von Freundesverrat und zutiefst Menschlichem. Von der Erschaffung und Zerstoerung eines großen Werkes das bis heute Kult ist



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