Erstaufnahme II

TAGESSCHAU24, 05.01.2017, 22:02

Eine Fluechtlingsunterkunft in Messstetten. In Messstetten einer Kleinstadt mit 5000 Einwohnern auf der Schwaebischen Alb wird eine Landeserstaufnahmestelle für Fluechtlinge errichtet. Sie spaltet die Stadt und erweist sich als die womoeglich groesste Herausforderung ihrer bisherigen Geschichte.In Baden Wuerttemberg gab es bis Oktober 2014 lediglich eine Landerstaufnahmestelle (LEA) für Fluechtlinge und zwar in Karlsruhe. Als aber der Beginn dessen spuerbar wird was später als sogenannte Fluechtlingskrise die Nachrichtenberichterstattung fuellt wird Karlsruhe der Lage nicht mehr Herr. Die vorübergehende Loesung der Landesregierung heisst Messstetten. Auf dem Gelaende der ehemaligen Zollernalb Kaserne werden nun Unterkuenfte für rund 1000 Fluechtlinge geschaffen.Die Haltung der Messstetter gegenüber der geplanten Fluechtlingsunterkunft ist gespalten. Waehrend einige besorgt sind ob die innere Sicherheit aufrechterhalten werden kann engagieren sich etwa 100 Messstetter ehrenamtlich. Schliesslich ist es soweit die LEA nimmt den Betrieb auf. Bald wird die geplante Bewohnerzahl deutlich überschritten. Neue Konflikte treten auf u. a. zwischen den ehrenamtlichen Helfern und der vom Land beauftragten Betreiberfirma European Homecare. Der Leiter der LEA Frank Maier sitzt oftmals zwischen allen Stuehlen. Erstaufnahme II ist das Portraet einer deutschen Kleinstadt die eine große Veraenderung durchlaeuft und mit den dadurch entstehenden Konflikten fertig werden muss. Die filmische Langzeitbeobachtung dokumentiert die Bemuehungen diese Herausforderung zu bewaeltigen. Messstetten koennte das Musterbeispiel deutscher Integrationspolitik und meist ehrenamtlicher Fluechtlingsarbeit werden aber das Potential zum Scheitern liegt in der Luft



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