planet e.: Arsen der schleichende Tod

ZDF, 27.02.2017, 04:15

Es ist die groesste Massenvergiftung der Menschheitsgeschichte: In Bangladesch sterben die Menschen durch Arsen verseuchtes Trinkwasser. Und die Verseuchung ist auch ein Risiko für uns. Natuerliches Arsen aus den Sedimenten loest sich im Wasser und vergiftet die Bevoelkerung. UEber 20 Millionen Betroffene unzählige Tote und doch wird kaum etwas unternommen. Mit jedem Schluck Trinkwasser vergiften sie sich mehr. Die Einheimischen koennen dem Arsen kaum entgehen. Auch Nutzpflanzen wie der in Bangladesch allgegenwaertige Reis koennen Arsen anreichern. Betroffen sind nahezu alle Reisanbaugebiete. Daher gibt es kaum Reis ohne Arsen. Und der wird auch nach Deutschland exportiert nicht nur aus Bangladesch denn auch andere Laender Asiens sind betroffen. 2010 wurde der erste Skandal publik als Arsengehalte in Reiswaffeln für Kinder weit über den Grenzwerten gemessen wurden. In der Folge wurde zum 1. Januar 2016 der EU Grenzwert noch einmal verschaerft. Doch sind die Reiswaffeln jetzt tatsaechlich unbelastet Immerhin sind sie ein beliebter Snack gerade für kleine Kinder. planet e. und das OEko Test Magazin pruefen gemeinsam nach. Der Geologe Prof. Andreas Kappler von der Universitaet Tuebingen forscht an Loesungen mit einfachen Filtern das Arsen aus dem Grundwasser zu entfernen. Sandfilter die in anderen Laendern (beispielsweise Vietnam) erfolgreich eingesetzt werden koennen funktionieren ausgerechnet in Bangladesch nicht. Doch warum ist das so Kappler begibt sich auf Spurensuche. Der deutsche Wissenschaftler reist mit seinem Team durch Asien um die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten zu überpruefen und einen UEberblick über die aktuelle Lage zu gewinnen. In Kushtia (Bangladesch) besucht Kappler eine lokale Filterproduktion. Der Arzt Abul Munir hat sie mit seinen Bruedern aufgebaut um aktiv gegen die Vergiftung anzugehen. In diesen speziellen Filtern ziehen Eisenspaene das Arsen aus dem Rohwasser eine wichtige Erfindung die Kappler aktiv unterstuetzt. Doch der Filter ist mit dem aktuellen Preis von über 50 Euro teuer und für viele Einheimische deshalb noch unbezahlbar. Arsenprobleme im Trinkwasser gibt es auch in Deutschland. Die Gemeinde Schwarzenbruck bei Nuernberg kaempft ebenfalls mit dem Gift aus dem Untergrund. Deutschland hat jedoch die technologischen Moeglichkeiten die unerwuenschten Bestandteile im Trinkwasser vollstaendig zu entfernen. Kappler ist an diesen Forschungen beteiligt. Kann Bangladesch davon profitieren Der Tuebinger Wissenschaftler ist jedenfalls davon überzeugt doch bislang fehlt es an Geld



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