Glotzen statt helfen

TAGESSCHAU24, 03.03.2017, 00:37

Haertere Strafen für Gaffer. Schaulustige an der Unfallstelle die ihre Smartphones zuecken die Feuerwehr oder Polizei behindern. In den letzten fuenf Jahren haben sich solche Faelle gehaeuft sagt die Gewerkschaft der Polizei. Aus dem Schiessen von Fotos ist mittlerweile eine aktive Behinderung geworden bestaetigt der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen Anhalt Kai Uwe Lohse. Doch direkt bestrafen kann man Gaffer bisher nicht. Das will die Politik aendern. Auf Landesebene wie in Sachsen Anhalt mit einem überarbeiteten Brandschutzgesetz. Innenminister Holger Stahlknecht spricht hier von Ordnungsstrafen bis zu 25.000 Euro. Auf Bundesebene soll es ein Gaffer Gesetz geben. Doch es gibt Kritik: Das Strafrecht wird damit als Allheilmittel missbraucht meint Ulrich Schellenberg der Praesident des Deutschen Anwaltsvereins. Statt Hilfe für die Praxis zu leisten bedeute das Gesetz eine unrealistische Belastung von Anwaelten und Gerichten. Hinzu kommt der Personalmangel im Polizeidienst um Gaffer zur Verantwortung zu ziehen. Gaffen behindert aber nicht nur Helfer sondern hinterlaesst tiefe Spuren bei den Betroffenen wie Dominik Steffens. Sein lebensgefaehrlicher Autounfall wurde gefilmt und ins Netz gestellt. Das war für mich pure Scham und psychische Belastung. Meine Psychologen haben mir daraufhin geraten das Video nicht mehr zu gucken. Die Exakt Die Story Reporter fragen bei Verantwortlichen Betroffenen und Psychologen nach. Wie gefaehrlich ist das Gaffen Was bringen schaerfere Gesetze Und wann kippt Schaulust in strafbares Handeln



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