Fabergé

TAGESSCHAU24, 17.04.2017, 13:07

Ostereier für die Zaren. Der Name Fabergé ist unweigerlich mit dem Prunk und den kostbaren Schaetzen der letzten russischen Zaren verbunden. Denn kein anderer Juwelier war in seinem persoenlichen Schicksal so unmittelbar mit der Geschichte des Zarenreiches vernetzt wie Peter Carl Fabergé. Vor allem in seinen bekanntesten Schmuckstuecken den Fabergé Eiern spiegeln sich das Leben der Zarenfamilie und die Entwicklung Russlands wider. Ihre Entstehungsgeschichte gleicht einem Abenteuerroman mit allen Ingredienzien von Liebe und Trauer Hoffnung und Enttaeuschung Krieg Flucht und grausamem Tod.Im Jahr 1885 wollte der russische Zar Alexander III. seiner Frau zu Ostern eine besondere Freude bereiten und erteilte dem erst 38 jaehrigen Juwelier Peter Carl Fabergé den Auftrag für die Zarin etwas Aussergewoehnliches anzufertigen. So entstand das erste kostbare Kunstei. Innen besteht es aus Gold aussen aus Emaille. Im goldenen Dotter ist eine Henne aus Vierfarbgold versteckt mit Augen aus Rubinen. Die Begeisterung war so gross dass die Zarin fortan jedes Jahr zum orthodoxen Osterfest ein solches Geschenk bekam. Fabergé stellte insgesamt 50dieser kostbaren Schmuckstuecke her.Nach der Oktoberrevolution 1917 konfiszierten die Bolschewisten die Kostbarkeiten und verkauften 40 davon ins Ausland. So wurden sie in die ganze Welt verstreut. Filmemacher Bernd Boehm spuerte in den USA der Schweiz England und in Russland über 30 Fabergé Eier auf. Nach muehevollen Verhandlungen mit Museen und privaten Sammlern durfte er sie filmen. Jedes dieser filigranen Schmuckeier hat heute einen Schaetzwert zwischen 20 und 50 Millionen Dollar



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