Europa und der Holocaust

ZDF INFO, 07.05.2017, 17:15

Deportation aus Frankreich. Die Doku Reihe erinnert in einer Sammlung von 13 Filmen unterschiedlicher Autoren an den Holocaust und die Aufarbeitung der Judenverfolgung in Frankreich. Die Dokumentationen zeigen wie Überlebende des Holocaust noch Jahrzehnte nach dem Terror des Nazi Regimes unter den Folgen zu leiden haben. Zeitzeugen berichten welche Schwierigkeiten sie nach dem Krieg hatten wieder in den Alltag zurueckzufinden. Die Filme beleuchten im Einzelnen verschiedene Kapitel der franzoesischen Geschichte waehrend der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Was wussten die Franzosen von der Judenverfolgung 1940 mussten sich alle franzoesischen Juden in einer zentralen Kartei registrieren lassen. Die SS kannte alle Adressen alle Namen ihrer potentiellen Opfer. 1942 gab es ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen der Polizei des Vichy Regimes in Frankreich und der SS. Die franzoesische Polizei sollte die meisten Festnahmen von Juden selbst durchfuehren. Die Haltung der Franzosen war widerspruechlich. Behoerden und Polizei kooperierten beim Judenmord doch es gab auch Tausende mutige Franzosen die Juden halfen. Die politische Fuehrung allerdings schwieg: sowohl Marschall Pétain der greise Regierungschef von Hitlers Gnaden als auch Charles de Gaulle der Chef der Exilregierung. Viele Franzosen missachteten die Anordnungen des deutschfreundlichen Vichy Regimes und nahmen juedische Fluechtlinge bei sich auf. Tausende juedische Kinder kamen in katholischen Waisenhaeusern oder bei mutigen Familien unter unter neuen Namen und mit gefaelschten Papieren. So überlebten 75 Prozent der Juden Frankreichs den Holocaust so viele wie in kaum einem anderen besetzten Land Europas



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