Garten Eden

ARTE, 03.06.2017, 18:30

Vom König geadelt: Die Ardèche Marone. Esskastanien werden in der Ardèche seit Jahrhunderten angebaut manche Baeume sind bis zu 400 Jahre alt. Frueher waren die Fruechte ein Grundnahrungsmittel heute gilt die Marone in Frankreich als Delikatesse. Allein in der Ardèche soll es 65 verschiedene Sorten geben. Die Arbeit der Kastanienbauern ist muehselig. Von der Marone allein leben koennen nur wenige. Pierre Thibaut Louche aus Laval d Aurelle hat deshalb noch einen zweiten Beruf: Schafzuechter. Die Tiere weiden das ganze Jahr unter den Baeumen und halten die Parzellen sauber. Nur zur Ernte duerfen sie dort nicht bleiben denn sie lieben Maronen und wuerden die Fruechte fressen. Auch im Haushalt der Familie Louche findet die Esskastanie ihren Weg auf den Speiseplan: als Mehl im Kuchen gegrillt oder auf verschiedene Arten eingelegt als Beilage oder in Sossen. Seit einigen Jahren macht den Maronenbauern ein importierter Schaedling aus Asien zu schaffen ein nur knapp drei Millimeter großes Insekt mit Riesenwirkung. Viele Plantagen sind befallen. Das bedeutet bis zu 80 Prozent Ernteausfaelle. Erst vor kurzem hat ein japanischer Forscher den natuerlichen Feind der Gallwespe entdeckt die Torymus sinensis. Diese winzige Wespe frisst die Larven der Gallwespe. Auf rund 34.000 Hektar Land wachsen in der Ardèche Kastanienbaeume doch nur 6.000 Hektar werden bewirtschaftet. Der Rest ist verwildert. Dabei ist die Nachfrage nach Esskastanien aus der Ardèche gross. Vom gestiegenen Appetit auf Esskastanien koennte die gesamte Region profitieren aber nur wenige wagen den muehevollen Maronenanbau



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