Georg Philipp Telemann Der musikalische Alleskoenner

MDR, 22.06.2017, 23:20

Er war Musiker Geschaeftsmann und Verleger und komponierte Tausende von Musikstuecken: Konzerte Ouvertuerensuiten Opern und vor allem Unmengen an Kammermusik und Kirchenmusik. Indem er deutsche italienische und franzoesische Einfluesse zu einem unverwechselbaren Personalstil verschmolz wurde er zu einem der wenigen Komponisten im 18. Jahrhundert die zu Lebzeiten nicht nur angesehen waren sondern von ihrem Schaffen auch gut leben konnten. Dabei sah es zunaechst nicht so aus als wuerde aus dem jungen Georg Philipp der am 24. Maerz 1681 in einer Magdeburger Pfarrersfamilie geboren wurde einmal einer der beruehmtesten Komponisten Europas. Musik war in seiner Familie keine angesehene Kunst. So wurde der Junge in den Harz nach Clausthal Zellerfeld gebracht und in die Obhut des dortigen Superintendenten gegeben. Unter strenger intellektueller Anleitung sollte Telemann die Musik ausgetrieben und mathematisch technische sowie sprachliche Bildungsinhalte eingetrichtert werden. Das Vorhaben scheiterte auf der ganzen Linie. In Leipzig studierte er Jura. Daneben gruendete er das staedtische Collegium musicum den Vorlaeufer des Gewandhausorchesters. Später leitete er die Kirchenmusik in Eisenach und Frankfurt bewarb sich schliesslich nach Hamburg. Er bekam die Stelle und arbeitete bis zu seinem Tod als Musikdirektor der fuenf Hauptkirchen war Kantor am Johanneum und ab 1722 auch Leiter der Hamburger Oper. Hier gruendete er 1728 zusammen mit Johann Valentin Goerner die erste deutsche Musikzeitschrift Der getreue Musicmeister . Am 25. Juni 1767 starb Telemann mit 87 Jahren. Im Gedenkjahr 2017 aeussern sich bekannte Musiker wie die Telemannbotschafterin Dorothee Oberlinger (Blockfloete) Ludwig Guettler (Trompete) Philipp Jaroussky (Countertenor) und Thomas Fritzsche (Gambe) zur Bedeutung des großen europaeischen Komponisten



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