Max Beckmann

SWR, 02.07.2017, 10:00

Max Beckmann Er ist einer der bedeutendsten Maler der Klassischen Moderne. Sein epochales Werk entstand vor dem tragischen Hintergrund zweier Weltkriege.|In einer Zeit, in der Malerkollegen zur Abstraktion streben, hält Max Beckmann an der Figur fest. Ein Leben lang ist die künstlerische Arbeit für Max Beckmann existenzielle Notwendigkeit - Gestaltung ist Erlösung! Seine Figurenbilder sind wuchtig, verstörend und geheimnisvoll zugleich. Die Selbstporträts geben Einblick in alle Facetten seines Daseins. Max Beckmann liebte es zeitlebens, spazieren zu gehen. Ob in Berlin, Paris, Frankfurt oder Amsterdam - der Künstler beobachtet die Stadt. Bahnhöfe und Cafés, Hotelbars, der Zirkus, das Varieté. Das sind seine bevorzugten Orte - dort findet er seine Themen. Der Maler selbst ist Eremit und Salonlöwe zugleich. Die menschliche Existenz entlarvt er in seinen Bildern als Jahrmarkt der Eitelkeiten, des Begehrens, der betriebsamen Leere.|Die Triptychen, Altäre der Verzweiflung, beklagen Gewalt und Elend der menschlichen Existenz - aber nie, ohne auch einen Ausweg aufzuzeigen. In seiner größten Not im holländischen Exil malt Beckmann - wie zum Trotz - farbenfrohe Mittelmeerlandschaften. Die französische Côte dAzur wird für ihn zum Ort der Sehnsucht, zur Projektion seines Wunsches nach Freiheit und Entfaltung. Im Spätwerk widmet er sich vermehrt mythologischen Motiven.|Im Film von Angelika Lizius folgen wir den Stationen Max Beckmanns in Frankfurt, Amsterdam und Amerika und erfahren sehr Persönliches über Leben und Werk des Künstlers von seiner Enkelin Mayen Beckmann, von Peter Lackner, dem Sohn des guten Freundes und Sammlers Stephan Lackner, vom Komponisten Wolfgang Rihm, den Beckmanns Gemälde und Texte zu verschiedenen Kompositionen anregten, und vom ausgewiesenen Kenner des Werks Uwe Schneede.|Produziert in HD



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