Die Lachs Industrie

TAGESSCHAU24, 16.07.2017, 13:15

Frueher war Lachs eine besondere Delikatesse heute ist er ein Massenprodukt. Auch weil er in riesigen Aquakulturen gezuechtet wird und deshalb preiswerter ist als zum Beispiel Kabeljau oder Heilbutt. Aber in den letzten Jahren ist der Zuchtlachs immer wieder in Verruf geraten. Es ist die Rede von Antibiotika Pestiziden und sogar giftigem Lachs . Was ist dran an diesen Vorwuerfen Der Hamburger Kuechenchef Thomas Sampl macht sich auf den Weg zu Lachsfarmern Wissenschaftlern und Haendlern um Antworten auf diese Frage zu finden. Lachs der in Deutschland verzehrt wird kommt zu über 90 Prozent aus Norwegen. Rund 400 Millionen Lachse schwimmen hier in Meeresgehegen. Die Aquakultur hat zwar Fortschritte gemacht aber es gibt auch noch jede Menge Probleme. Der Lachs ist ein Raubfisch und ernaehrt sich in freier Wildbahn vor allem durch andere Fische. Doch in der Zucht ist Futter aus Fischen limitiert. Deshalb stellen die Lachsfarmer auf vegetarisches Futter um. Das hat Konsequenzen vor allem auf den Omega 3 Gehalt des Lachses. Das Pestizid Ethoxyquin mit dem das Futter haltbar gemacht wird ist in Europa eigentlich verboten. Als Konservierungsmittel ist es nur erlaubt weil es bisher keine Alternative gibt. Wie viel giftiges Ethoxyquin ist im Lachs nachweisbar Und wie gefaehrlich ist das Das Hauptproblem der Zuechter sind Lachslaeuse die sich als Folge der Massenzucht ausbreiten. Eine Plage die sie bislang nicht in Griff bekommen und die einen Verdacht naehrt: Die Lachszucht in den Fjorden koennte ausgereizt sein. Dennoch: Die Zuechter in Norwegen wollen noch mehr Lachs produzieren. Denn durch die wachsende Nachfrage steigt der Lachspreis. Mehrere Firmen sind bereits an der Boerse. Sie wollen mit Meeresfabriken die Lachszucht revolutionieren. Die Story über ein Geschaeft das mit seinem eigenen Erfolg zu kaempfen hat



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