Seen auf dem Dach der Welt Der Karakul in Tadschikistan

WDR, 17.10.2017, 14:30

Seen auf dem Dach der Welt - Der Karakul in Tadschikistan Ein Film von Stephan Kühnrich. Frei aus dem Tadschikischen übersetzt lautet der Name des Karakul im Pamir der schwarze See auf dem Dach der Welt. Die Menschen im Nordosten Tadschikistans sagen, er wirke umso dunkler, je höher die Berge sind, von denen aus man auf ihn herabblickt. Und einige der Gipfel des Pamir sind über 7.000 Meter hoch.|Der Karakul ist bisher kaum erforscht und gibt auch Experten zahlreiche Rätsel auf. Er soll vor etwa fünf Millionen Jahren durch einen gewaltigen Meteoriteneinschlag entstanden sein. Auch die Ursache des ungewöhnlich hohen Salzgehaltes ist nicht endgültig geklärt. Und bis heute gibt es keine schlüssige Theorie für die Eisschicht auf dem Grund des Sees. Die tadschikische Provinz Berg-Badachschan, in der sich der Karakul befindet, gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen Asiens. Zwar nimmt die Provinz fast die Hälfte der Landesfläche ein, aber es leben hier nur etwa drei Prozent der tadschikischen Bevölkerung.|Die Menschen am See gehören zur kirgisischen Minderheit Tadschikistans und haben sich den Lebensbedingungen in großer Höhe angepasst. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie vor allem mit der Yakzucht. Der Weg zum See führt über den berühmten Pamir Highway, entlang der afghanischen Grenze nach Chorog, der Hauptstadt Bergbadachschans. Von dort aus geht es über Murghob und den 4655 Meter hohen Ak-Baital-Pass zum Karakul.|Die glasklaren und tiefblauen Seen in den Bergen Asiens gehören zu den landschaftlich reizvollsten Gewässern der Welt. Sie prägen einzigartige Biotope mit zahlreichen exotischen Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil nur hier vorkommen. Für die Menschen an ihren Ufern sind die höchst gelegenen Seen der Erde weit mehr als reine Wasserquellen. Sie werden als Heiligtümer verehrt und sind Gegenstand uralter Legenden.|Produziert in HD



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