Luthers Netzwerk

TAGESSCHAU24, 01.11.2017, 00:45

Am 31. Oktober 1517 veroeffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablass und trat damit eine ungeahnte Lawine von Ereignissen los: die Reformation. Eine Spurensuche in Bayern. Fuer Luthers Reformation gab es Vorkaempfer Wegbegleiter Gefolgsleute und Konkurrenten die sein Netzwerk bildeten. Einige von ihnen kamen aus dem heutigen Bayern. Anhand dieses Geflechtes laesst sich die Geschichte der Reformation erzählen. Ohne Georg Spalatin aus Spalt Berater des saechsischen Kurfürsten haette der vogelfreie Luther nach dem Reichstag in Worms moeglicherweise nicht überlebt. Der Malerfürst Lucas Cranach aus Kronach war ein enger Freund Martin Luthers und einer der wichtigsten Propagandisten der Reformation. Luthers Doktorvater und Kollege Andreas Bodenstein aus dem unterfraenkischen Karlstadt wurde vom treuen Förderer Luthers zum scharfen Konkurrenten der geradezu aus dem Weg geraeumt wurde. Obwohl es sich für Frauen ganz und gar nicht ziemte machte sich die Adlige Argula von Grumbach in Dietfurt oeffentlich für Luthers Lehre stark und schrieb damit Kirchen und Frauengeschichte. Auch Anna von Lodron in Mindelheim bekannte sich zur neuen Lehre und gewaehrte sogar verfolgten Taeufern Schutz. Selbst Schutz benoetigt haetten die Verfasser der Zwoelf Artikel um den Prediger Christoph Schappeler in Memmingen. Lazarus Spengler schliesslich setzte mit diplomatischem Geschick und starkem Netzwerk die Reformation in Nuernberg durch



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