Der Wohlstandsreport

TAGESSCHAU24, 23.11.2017, 20:15

Noch nie war die Armutsquote so hoch Die Reichen werden immer reicher Die Ungleichheit nimmt zu Das sind die Schlagzeilen im Wirtschaftswunderland Deutschland. Generiert werden sie von Sozialverbaenden willfaehrig genutzt von politischen Parteien. Fuer den Wohlstandsreport fragt die Autorin Ulrike Bremer genau nach: Wie steht es wirklich um den alten und neuen Slogan der Politik: Wohlstand für alle Gibt es in einem der reichsten Laender der Welt wirklich Armut Und was bedeutet Armut heutzutage in Deutschland Hungern und unter Brücken schlafen muss hier niemand aber tatsaechlich haben nicht alle die gleichen Chancen sich ein Leben im Wohlstand zu erarbeiten. Die Zahl der Millionaere steigt der Abstand der oberen 40 Prozent zu den unteren 40 Prozent wird immer groesser das sind Fakten. Der Wohlstandsreport schaut auf die Ursachen vergleicht Statistiken und zeigt wo die Segregation der Klassen in Deutschland voranschreitet. Beispiel Finanzplatz Frankfurt am Main: Die Stadt schafft für die stetig zuziehenden wohlhabenden Buerger adaequaten Wohnraum: urban zentrumsnah und teuer. Den Wohnungsbau für Geringverdiener hat sie aber über Jahrzehnte vernachlaessigt. Es entstehen klar abgegrenzte Stadtteile deren Bewohner keinen Kontakt miteinander haben. Georg Cremer bis Juni 2017 Generalsekretaer der Caritas sieht Armut zu stark skandalisiert. Im Wohlstandsreport erklaert er die Armutsstatistik und ihre Untiefen: Viele Menschen glauben sie gehörten der letzten Generation an der es besser geht als ihren Eltern. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen in Deutschland geben aber überhaupt keinen Grund zu der Annahme dass es der Generation nach uns schlechter gehen wird. Und die Mittelschicht Auch sie muss kaempfen um in der Stadt gut leben zu koennen. Auch sie gibt fast die Haelfte des Nettoeinkommens für Miete aus es bleibt wenig zum Sparen und Vorsorgen. Der Wohlstandsreport fragt: Ist die Politik ungerecht Ja meint Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): Die Ungleichheit verfestige sich durch proportional hoehere Steuerbelastungen der unteren 40 Prozent. Ob die Politik ungerecht sei beantwortet im Wohlstandsreport ein Millionaer mit Ja . Er versteht nicht warum es in Deutschland keine Vermoegenssteuer mehr gibt warum die Erbschaftssteuer Unternehmen so viele Freibetraege laesst: Die Reichen werden von der Politik unterstuetzt um noch reicher zu werden und wenn es so weitergeht wird der Einfluss von ein paar wenigen reichen Familien in Deutschland in Zukunft politikentscheidend sein Der Wohlstandsreport schaut sich auch alternative Loesungsvorschlaege an z. B. das bedingungslose Grundeinkommen. Ein kleiner Berliner Verein probiert es aus mit Erfolg: 100 Menschen beziehen bereits für ein Jahr ein monatliches Grundeinkommen von 1.000 Euro. Das Geld wird durch Kleinstspenden von Normalverdienern eingesammelt welche die Idee unterstuetzen wollen. Wohlstand für alle gibt es offenbar nicht. Geringverdiener sind abgehaengt ihre Chancen zu Wohlstand zu kommen gleich null. Sie und auch die Mittelschicht empfinden ein Gefuehl von Ungerechtigkeit. Dieses Gefuehl droht den politischen Frieden in Deutschland weiter zu gefaehrden. Ist es faktisch gerechtfertigt Der Wohlstandsreport untersucht die gefuehlte Wirklichkeit auf ihren Wahrheitsgehalt



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