Der Wetter Wahnsinn: Stuermisch und teuer

TAGESSCHAU24, 11.01.2018, 11:15

Im Juni 2016 traf es Simbach am Inn. Nach starken Regenfaellen brach eine Sturzflut über den Ort herein und zerstoerte ganze Strassenzüge. Sieben Menschen starben. In einem Ort der bis heute in die niedrigste Unwetter Risikozone eingestuft ist. Der Film zeigt wie die Menschen mehr als ein Jahr später immer noch mit den Folgen der Katastrophe kaempfen. Der WettereExperte Sven Ploeger verdeutlicht die Rolle des Klimawandels und Versicherungsexperten erklaeren welche Folgen das für Hausbesitzer hat. Stuerme Starkregen und Sturzfluten: Immer haeufiger wird Deutschland von schweren Unwettern heimgesucht. Im Juli 2017 wurde nach sintflutartigen Regenfaellen im Landkreis Goslar in Niedersachsen der Katastrophenalarm ausgerufen: Kleine Baeche waren zu reissenden Fluessen geworden traten über die Ufer und fluteten Hunderte Haeuser. Auch das Fachwerkhaus von Doris und Peter Schrader in Rhueden Seesen wurde durch die Wassermassen zerstoert. Als sie das Haus vor 30 Jahren kauften galt die Lage noch als vollkommen unbedenklich. Heute steht ihr Eigentum in der hoechsten Unwetter Risikozone und ist nicht mehr versicherbar. Autor Sebastian Bellwinkel hat Familie Schrader nach dem Unwetter über mehrere Monate mit der Kamera begleitet und dokumentiert wie sie versucht der Lage wieder Herr zu werden. Vom Schlammschippen nach der Flut bis zur Auseinandersetzung mit der Versicherung die sich ploetzlich auf Klauseln im Kleingedruckten beruft. Noch schlimmer traf es ein Jahr zuvor Anfang Juni 2016 voellig überraschend das niederbayerische Simbach am Inn. Nach starken Regenfaellen brach auch hier eine Sturzflut über den beschaulichen Ort herein und zerstoerte ganze Strassenzüge. Sieben Menschen starben in Simbach einem Ort der dennoch bis heute in die niedrigste Unwetter Risikozone eingestuft ist. Die Dokumentation zeigt am Beispiel der Baeckerfamilie Braumiller wie die Menschen dort mehr als ein Jahr später immer noch mit den Folgen der Katastrophe zu kaempfen haben. Der ARD Wetterexperte Sven Ploeger verdeutlicht welche Rolle bei den zunehmenden Unwettern der Klimawandel spielt und Versicherungsexperten erklaeren welche Folgen das für Hausbesitzer hat. In Niedersachsen sind zum Beispiel nur 16 Prozent der Hausbesitzer gegen die sogenannten Elementarschaeden durch Hochwasser versichert. Der Rest muss im Fall der Faelle selber in die Tasche greifen. Und dabei geht Munich Re der groesste Rueckversicherer Deutschlands geht davon aus dass es in Zukunft immer haeufiger zu UEberschwemmungen kommen wird die durch Starkregen verursacht sind. In der Dokumentation wird auch thematisiert wie der Mensch durch Flussbegradigungen fehlende Rueckhaltebecken und riskanten Maisanbau in Hanglagen Bedingungen schafft die die wetterbedingten Folgen zusaetzlich verschlimmern



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