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« 30.07.2020 (Do.), 22:45 »
Drama
Nader und Simin - Eine Trennung Für die Zukunft ihrer 11-jährigen Tochter Termeh ist Simin zu allem bereit. Auch wenn sie sich deshalb nach 14 Jahren Ehe von ihrem Mann Nader trennen muss. Dabei war geplant, dass die Familie geschlossen die Heimatstadt Teheran verlässt und ins Ausland emigriert. Aber nun möchte Nader doch seinen pflegbedürftigen Vater nicht allein zurücklassen. Simin reicht die Scheidung ein und trennt sich mit Tochter Termeh von ihrem Gatten. Die junge Razieh soll sich an ihrer Stelle um Naders Vater kümmern. Die Körperpflege des alten Mannes überfordert die streng gläubige, aus ärmlichen Verhältnissen stammende Iranerin. Eines Tages findet Nader seinen Vater bewusstlos und ans Bett gefesselt vor, zudem fehlt Geld aus der Familienkasse. Von Razieh keine Spur. Als sie schließlich zurückkehrt, stößt Nader die Pflegerin aus der Wohnung. Simin erfährt, dass Razieh im Krankenhaus liegt und vermutlich durch Naders Rauswurf ihren ungeborenen Sohn verloren hat. Nader droht die Verurteilung wegen Totschlags. Simin versucht zwischen den Parteien zu vermitteln. Doch weder Nader noch Razieh und ihr wütender Ehemann Hodjat sind zu Konzessionen bereit. Die Handlung von Nader und Simin - Eine Trennung könnte so oder ähnlich in vielen Teilen der Welt ablaufen. Auch die Aussage des Films, dass jegliches Gerichtsurteil willkürlich sein kann und nichts mit Glück und Unglück der Beteiligten zu tun haben muss, scheint länderübergreifend. Die Kunst von Regisseur und Drehbuchautor Asghar Farhadi besteht darin, zu zeigen, welche komplexen sozialen und politischen Implikationen im Iran damit einhergehen. Das spannende Drama wurde mit über 40 Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Oscar als Bester fremdsprachiger Film. Drama, Iran 2011, R: Asghar Farhadi


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